Laufblogger-Camp 2016 , aka „THE BEACH“ im Harz

Mittwoch – What’s App – „komm doch mit“ Abfahrt Freitag!

Wie bekommt man kurfstig die Familie umgeplant?

Uaaaaaaaaah….Fingerspitzengefühl! Nicht nur das der kleine Mann 2 wird und ich dem Gatten eigentlich Freitag seinen freien Tag zugesagt hatte, stand ich noch vor einigen anderen Probs!

Aber wie macht Lynni das? Genau ich überzeuge und ich habe es geschafft. Irgendwie! Marek von den Running-Twins, hatte mich nun heiß gemacht auf dieses Camp.

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Alles fing für mich Donnerstags schon an. Denn am Donnerstag hatte ich in Brandenburg mit noch ein paar Mädels von den Spreeganern eine Team-Staffel bei über 30°C. Woaaaaah war geil.

Wie es bei Staffeln ja leider üblich ist, abends und in der Woche. Also hieß es noch um 0 Uhr, Laufkleidung waschen, duschen und Sachen für das Camp packen.

1 Uhr lag ich im Bett und um 6 klingelte der Wecker. 5 Std. schlaf? Viel zu wenig, wenn man nachts nicht durchschläft. Aber egal… das packe ich, habe ich mir gesagt!

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Sonnenbrille dabei!
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Viele Taschen!
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Bestes Wetter!

Freitag- DER TAG

17 Uhr Abfahrt ab Berlin-Marienfelde. Bäm, ich und in fremde Gefilde S-Bahn fahren. Kann natürlich nur schief gehen.

Irgendwann hatten Marek und ich es dorthin geschafft. Ich glaube ich hätte es nie alleine dorthin geschafft. 😀 hahaha. Andreas hat uns am Ausgang des S-Bahnhofes empfangen, zum Glück, denn wir wussten nicht so recht in welche Richtung wir hätten gehen sollen. Danach konnten wir uns im Auto bei Philipp gemütlich machen. Klima sei Dank!

Eine schöne Fahrt stand vor uns, mit zum Glück nur einem Stau der Anlass für etliche Spekulationen war, ob umfahren, drauf ankommen lassen usw. welches Navi zuverlässig ist … gibt ziemlich viele Möglichkeiten musste ich feststellen.

Ziemlich spät abends gegen 21:30 trafen wir dann an der urigen und gemütlichen Herbergshütte ein. Ich war tierisch nervös.

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Alle möglichen Gedanken sind mir durch denk Kopf geschossen:

  • ich bin ja nicht so ein guter Blogger wie die anderen
  • ich stehe mit dem Laufen noch am Anfang und habe null Ahnung davon
  • ich bin der kleine Rollmops
  • ich kenne da niemanden

 

Sind wahrscheinlich Gedanken die jeder hat, die üblichen Unsicherheiten, als Neuling in so einer neuen Gruppe voller Wahnsinniger! Hehe!

Ich finde es ist immer wie so ein Schleier vor dem Kopf wenn man so viele Leute auf einem Haufen kennenlernt. Namen merken? Ehhhh,… Fehlanzeige! Denkt ihr ich kann mir mal eben 15/16 Namen merken? Aber diese Höflichkeitsfloskeln müssen sein. Ich bin ja eher die Tischklopferin. „Hi zusammen, ich bin die Caro!“ Selbe in grün!

Wir Spätankömmlinge durften uns dann erstmal stärken, es gab rel. leckere vegane Gemüseschnitzelchen, mit Reis und so ner roten Sauce. Sicher Tomate. Schmeckte mir zumindest. Dazu gab es ein lecker Bierchen. Yummi. Bester Einstig, auch Alkoholfrei. hehe.

Wir blieben nicht lange drinnen sitzen, dafür war es zu gemütlich draußen beim Feuerkelch.

Romantisch und lustig und „ach“ einfach klasse. Alle beschnupperten sich und verstanden sich auf anhieb. Ich hörte am ersten Abend am liebsten zu. Ich habe wahnsinnig viel gelacht. Herrlich. Der Abstand zum Alltag hatte alle sofort erfasst!

Im Hexenhäuschen

„unsere Herberge Heimathütte“, kam ich übrigens noch gar nicht klar. Habe mich ständig verlaufen. Männerklo, statt Frauenklo. Fremdes Zimmer ist keine Küche…usw. 😀

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Es wurde ziemlich spät, aber ich hatte die Hoffnung bis 8 schlafen zu können. Klar, sowas

von naiv, der natürliche Wecker hatte um 6:30 uhr eingesetzt. Grummel.
Um 7:30uhr hörte ich erste Geräusche. Meine Neugier packte mich wer denn schon wach war.

Es wurde unter den Monsterfrühaufstehern der Tisch gedeckt. Die Kaffeemaschine musste man mit Kenntnis bedienen. Da war ich definitiv die Falsche. Langsam kamen alle aus ihren Gemächern gekrabbelt und nicht nur Schneider, Spinnen und Mücken.

 

Heimlich hatte sich des nachts jemand auf dem Hof einquartiert. Naja heimlich? Das war das erste was mir nach dem „Guten Morgen“ gesagt wurde:“Ich glaube der Jan ist heute Nacht angereist“1466841864095

Eine gemütliche Frühstücksrunde, die Fleischesser unter uns waren nicht so glücklich mit dem Käse…ich glaube es wurde sogar von Jagd gesprochen. 😀

So nun aber mal zum Hauptthema.

Laufen, Running, Sprinten, Seniorenlauf, Bambini usw…mir egal wie man es nennt.

Ich hatte mich für 20k entschieden. Ich dachte nur: du Vollhorst, wärste mal wandern gegangen. Nagut, entschieden ist entschieden.

Es gab noch die Brocken-Läufer, alles verrückte Sympathisanten. 46k oder so? Ziemlich krass.

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Wir trafen uns alle auf dem Hof, eingecremt und geblitzdingst. Gewisse Aufregung das es los geht. Allerdings sollte es nur kurze Zeit dauern. Jan Fitschen inkl. Familie begrüßte uns…nahm ein Blitzfrühstück zu sich und Schloß sich den 20ern an.

Jeah es geht los..

Karten wurden eingestellt, Uhren wurden eingeschaltet. Letzte Pusherrunde für mich. (Letzte von 4)

Zu Beginn ging es schön bergab. Tja, aber aus gewisser Erfahrung aus meiner Kindheit am Teutoburger Wald, wusste ich oder ahnte ich, das dass nur Show war. Der harte Teil, der Bergauf, der kam….aber er siegte nicht.

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Es ging vorbei an Kuhweiden mit braun-gefleckten Muh’s und über einen Pfad ab in den Wald.

Sightseeing „Volume 1“.  Höhlen, komische Felswände die über einen Herausragten, reißende Flüsse- ach nee, kleine Waldbächlein oder Quellen oder was weiß ich. Ein See wo letztes Jahr wohl Wasserratte gespielt wurde, Hardcore-Angler mit magischen verlängernden Angelseilen oder so. Erdbeeren in Mini, Stechfliegen auch „Stehbremsen“ genannt, Müggen, Minispinnen alias Zecken, Wet-Contest für Füße und Kleidung.

Wahnsinn, so viel wo ich gar nicht drauf eingehen kann und will.

In meinem bisherigen Leben bisher nur 10,7 km gelaufen, heute sollten es sage und schreibe 21 werden. *Km 13…Bäm….Beine alles super, nix schwer, aber mein Bauch war eklig. Es fühlte sich an, als ob die nichtvorhandene Bauchmuskulatur einen Massagesalon betreibt. Wie ein Loch im Bauch, wo ein Luftball plaziert wurde. Egal scheiß drauf… weiter und weiter und noch mehr und noch mehr, Fuß vor Fuß und irgendwann war alles wieder supi. Dank Daniel der mir wunderbare Zips gab und nicht von Meiner Seite wich um mich abzulenken schaffte ich es weit.

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ALLES EINFACH NUR KOPFSACHE

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Ziemlich am Ende unseres Vorhabens gesellte sich Caro 1 zu mir. Man packe 2 Frauen zueinander die wie Oarsch auf Eimer passen, es aber vorher gar nicht wussten. Es fanden echt geile Gespräche statt, Blödeleien, Quatschmachereien, Fotosessions usw. Muss ich mehr dazu sagen?

FEEL FREE!

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…und das alles ab ca. km 15!!! Massig Energie!

Quietschen, jubeln und quieken!IMG_6121

Das geilste zum Schluß des Laufes…da gesellte sich von der verschollenen Gruppe der Philipp zu uns. Er schloß auf und hatte bisl den Harz allein erkundet. Verlaufen gibt es ja schließlich nicht. Während Caro1 mir von ihrem „Highlight“ erzählte das im Kühlschrank auf sie wartete „DIE LIMO“ !

Inzwischen tauchte von vorne die Erkundungstruppe wieder auf. Sie holten uns ab und gaben uns ein Erfrischungsgetränk. Caro1 noch zu mir: Genauso eine habe ich im Kühlschrank in der Heimathütte. Wie cool das es noch ’ne zweite gäbe. Während ich einen kleinen Schluck von der fast leeren Flasche nahm, merkte ich das es bei Caro1 stiller wurde und irgendwie vielen bei ihr die Groschen. „Oh nein, ich glaube das ist meine“

Nach nachfragen, war sie es. Ich bin mir nicht ganz sicher mehr, ob sie einen knallroten Kopf bekam mit Dampf aus den Ohren vor Wut oder nicht. Aber sowas sind die kleinen Dinge die in Erinnerung bleiben.

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Km20….ich fluchte einmal …ich weiß nicht mehr was…revidierte es sogleich wieder. Denn trotz des letztens Anstiegs war alles nur Geil.

Caro1 und Philipp setzten zum Sprint an. Es war so toll.

Ich stellte fest: das war der magischste und wundervollste Zieleinlauf den ich je erlebt habe. Meine ersten 21k waren geschafft.

Es war Hammer. Keine Beinschmerzen…nur Hunger. Ich wollte nur noch Äpfel und was zu trinken.

Wir gesellten uns zu der Invaliden-Wander-Truppe, die wahnsinnig stolze 9km gewandert sind. Trotz Verletzungen, das finde ich ziemlich beachtlich. Ich bin da ja eher die Mimose.

Es wurde gebloggt, Fotos über Hotspots ausgetauscht und auch irgendwann mal geduscht.
Caro1 und ich gingen unter die Dusche. Wir stellten sehr schnell fest, das das Wasser nur für einen Duschling reicht.
Während ich dran war, fand sie die 1. der insgesamt 12 Zecken. Eine nach der anderen. Ich würde mal behaupten es sind ihre neuen Haustiere. Irgendwann machte ich mir Gedanken, ob ich blind bin, ich fand keine. Später aber kam „Gerlinde- die Zecke“ doch noch zum Vorschein. Dank der Lupenaugen von Caro1.

Irgendwann trudelten die wahnsinnigen Brocken-Sprinter wieder auf. Relativ schnell bemerkten wir alle, das wir aushungernde und kurz vorm aussterben Bedrohte Lebewesen sind.

Es wurde also Grillgut geordert. Aber nicht für gefährdete Tiere. Eher für Kleine Chihuahuas. Die Fleischesser konnten so niemals satt werden, niemals. Auch der Salat war eher spärlich.

Was machen ausgehungert Tiere, sie gingen auf Jagd und jagten sich Massig Supermarktware.

Jan tischte Ugali auf. Maismehl oder -grieß, ungesalzen mit oder ohne Speichel…egal. ich fand es gut. Lecker. Phantastisch. Ich glaube aber das ich mit der Meinung fast allein auf weiter Flur stand.

Es wurde gemütlich ein Bierchen nach dem anderen gelehrt, bis langsam der Regen einsetzte.

Das war der Aufruf für den Unterschlupf am Feuerchen.

Es war so gemütlich, trotz des einsetzenden Regens, pardon Monsunregens.

Innerhalb kurzer Zeit stand unser Lager unter Wasser. Wir fingen dann mit Dehnungsübungen an. Beine hoch und anwinkeln. Herrlich.

Nachdem der Schauer ruhe gab, nahm Heimo den Stock in die Hand und befreite und aus den tiefen Gefahren des Wasserlochs. Er hatte sichtlich Spaß an dieser ehrenvollen Aufgabe.

2Plötzlich rief irgendjemand: „eine Kuh!“ Erster Gedanke: „Die wollen uns Veganer doch verarschen.“ Nix da. Da waren wirklich drei wunderschöne Muhs und seit meiner Kindheit auf dem Mastbetrieb habe ich mir gewünscht, frei laufende Rinder/Kühe zu sehen. Ob sie ausgebüchst waren war in dem Moment egal. Diese Anmut, dieses Furchtlose in ihren Augen war der schönste Moment. Sie einfach zu beobachten und den Respekt zu spüren den wir Menschen gegenüber jedem Erdling empfinden sollten war tief. Mir standen die Tränen in den Augen.

So genug geschwafelt. Kommen wir wieder zum Beach, ähm, zum Camp zurück.

Es wurde dämmrig und Jan Fitschen erzählte uns von den kenianischen Abenteuern. Wir wurden eins. Es war als ob wir in Kenia waren. Jan schürte professionell das Feuer und erzählte weiter.

Wie neugierige Heranwachsende lauschten wir ihm. Es war einfach grandios.

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Gegen Geisterstunde oder später!? trollten sich die meisten in Ihre Kajüten. Zum Murmeltierschlaf.

Irgendwann kommt immer das Ende

Sonntag? Abfahrtstag…Abschiedsschmerz…. alles Revue passieren lassen… mehr kann ich dazu nicht mehr sagen, der Rest bleibt in unseren Gedanken und Herzen.

Als andenken bekamen wir alle von Jan das kenianische Armband, was uns noch schneller macht, als nur durch das Ugali!

Danke Jan für deine tolle Widmung und das tolle Buch von dir!

Außer es war ein GRANDIOSES, MEGAHAMMERGEILES *schrei* WOOOOCHENENDE!!! Darauf harz ich einen… (scherz, ich rauche nicht!)

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„THE HARZ“

—> „The Beach“ Wie ich darauf komme? Ja das ist dieser Film mit diesem DiCaprio…Aber wenn man diese Gemeinschaft an diesem Wochenende zum Ausdruck bringen möchte, ist es wie in diesem Film. Eine Gemeinschaft mit gemeinsamen Interessen. Eine wahnsinnig tolle Zeit mit tollen Leuten. LOVE IT

Jetzt lausche ich noch schöner Musik und schwelge in Erinnerungen.

…und hier könnt ihr die Eindrücke der anderen lesen und euch mitreißen lassen:

 

Impressionen:

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15 Kommentare zu „Laufblogger-Camp 2016 , aka „THE BEACH“ im Harz

Gib deinen ab

  1. Dein Bericht wirkt ja ein wenig, wie du auf den Bildern von eurer Laufrunde aussiehst: Leicht überdreht und mit zu vielen Endorphinen ausgestattet. Da hat sich die Spontaneität ja mal absolut gelohnt, sowohl läuferisch (mal eben so die maximale Distanz verdoppelt …) als auch menschlich. War sehr schön, dich kennenzulernen, „kleiner Rollmops“! 😉

    PS: Der „???“ heißt Heimo.

    1. Tja so bin ich und das fast täglich. hihi. Danke dir. Aber gibt es zu viele Endorphine? ich glaube NIEMALS , Die ???wurden mal ganz fix geändert. Ich sag ja mit Namen habe ich es nicht. 😀

  2. Hehe. Das ist ja wirklich sehr spontan. Hätte man dir am Mittwoch erzählt, was du am Samstag leisten wirst, hättest du es sicher selber nicht geglaubt.

    Ich liebe sowas! 😀

    Ich seh schon – beim #LBC2017 rennst du dann mit Marek und den anderen Irren die lange Tour!

    1. Hahaha, Na ich bin gespannt. Aber dazu muss ich erstmal leichter werden.
      Ich liebe es Grenzen zu suchen. Aber ich habe sie noch nicht recht gefunden. 😁

  3. Toller Bericht, tolle Fotos, tolles Wochenende! Hab mich gefreut, Dich kennenzulernen – und ich hoffe, wir sehen uns spätestens im nächsten Camp wieder?! – Und naaaatüüürlich auch hier noch einmal HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zu Deinem ersten starken Halbmarathon!

  4. Ein klasse Bericht zum Laufbloggercamp. Schade, dass wir so spontan nicht kennenlernen konnten. Aber vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr. Schön, hier aber so viele Eindrücke von dem Wochenende mitzubekommen.

  5. hihi dein Bericht hat mich zum Grinsen gebracht! Leicht chaotisch, aber alles drin. Nochmal Glückwunsch zu deiner klasse Leistung am Samstag! Ich freu mich auf die Cross Challenge!

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